HPU (Hämopyrrollaktamurie) – die selten bekannte, aber am weitesten verbreitetste Stoffwechselstörung!

HPU (Hämopyrrollaktamurie) – die selten bekannte, aber am weitesten verbreitetste Stoffwechselstörung!

HPU, also Hämpoyrrollaktamurie, ist eine Stoffwechselstörung, bei der der Körper seine Zink- und B6-Speicher leert und auf bestimmte Nährstoffe aus der Nahrung nicht normal
zugreifen kann. Der gestörte Stoffwechsel kann u.a. das wichtige Vitamin B6 nicht in die Zelle bringen, in dem es durch Enyzme zu P-5-P (Pyridoxal-5-Phopsphat) aktiviert wird.

Bei HPU wird der rote Farbstoff des Blutes, das „Häm“, zusätzlich auch falsch zusammen gesetzt, also synthetisiert. Die Ursache ist eine genetische Fehlinformation, die die
Synthese von Enzymen beeinträchtigt, die am Häm-Soffwechsel beteiligt sind. Die zusätzlich falsche Häm-Struktur ist schädlich für den Körper, woraufhin er sie an Zink,
Vitamin B6, Mangan und Chrom bindet, um sie auszuscheiden.
Dadurch leeren sich diese Speicher. Der Körper benötigt Zink und P5P allerdings zur Entgiftung. In der Folge wird die Entgiftungsfähigkeit des Körpers eingeschränkt oder kommt
sogar fast ganz zum Erliegen. Weitreichende, gesundheitliche Einschränkungen sind die Folge!

Die aktive Form des B6, also das P-5-P, hat in den Zellen sehr wichtige Aufgaben! P-5-P ist nicht nur am Fettstoffwechsel oder dem Stoffwechsel der Aminosäuren beteiligt, sondern auch an den Stoffwechselprozessen, die das zentrale Nervensystem steuern! Ebenfalls bedeutsam ist es für die Synthese verschiedener Botenstoffe wie Dopamin, Serotonin, Norepinephrin, Histamin und Epinephrin. Besonders wichtig ist es für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin.

Durch die Stoffwechselstörung HPU ist unter anderem die Aktivierung und damit volle Nutzung von Vitamin B6 gestört.

 


Fact #1 – bei HPU kommt Vitamin B6
nicht genug in der Zelle an!

Dem Körper fehlen bestimmte Enzyme, wodurch
er das Häm falsch zusammen setzt und Vitamin
B6 nicht richtig aktiviert werden kann. Die Folge:
u.a. leidet die Entgiftungsfähigkeit!


Fact #2 – HPU führt zu Mangelzuständen

Durch die vermehrte Ausscheidung von Zink führt HPU
zu Mangelerscheinungen von Zink, der aktiven Form von
Vitamin B6 (P5P), Mangan und Chrom. In der Folge
laufen viele Stoffwechselabläufe nicht mehr so ab, wie
sie sollten.


Fact #3 – Die Ursache von HPU

HPU wird in vielen Fällen vererbt. Dies geschieht über
die mütterliche Linie auf die Tochter, was erklärt, warum
meist Frauen betroffen sind.
HPU kann aber auch durch Toxine bzw Umweltgifte
erworben werden.

Nachweis und Verbreitung

Offizielle Zahlen sprechen davon, dass man bei jeder 10. Frau und bei jedem 100. Mann HPU nachweisen kann. Der Nachweis von HPU erfolgt über einen Urintest.
Dieser sollte über einen fachkundigen Heilpraktiker erfolgen. Man sammelt 24 Stunden lang allen Urin und schickt dann eine kleine Probe in ein Fachlabor.
Dieses testet die Urinprobe auf HPL (Hämopyrrollaktam-Zink-Chelat), das Stoffwechselprodukt, welches bei HPU im Körper entsteht.

10% der Frauen und 1% der Männer haben nach offiziellen Zahlen also HPU. Die „Dunkelziffer“ wird jedoch sicher höher sein. HPU ist sehr wenigen Menschen bekannt,
was dazu führt, dass viele „HPU´ler“ eine jahrelange Odyssee auf der Suche nach ihrer Krankheit hinter sich haben, bevor sie von HPU hören, um sich dann erst
testen zu lassen.

  


  

Symptome von HPU

  • Erschöpfungszustände
  • Muskelschwäche, -krämpfe
  • Herzprobleme / Herzrhythmusstörungen
  • Magen – Darm – Beschwerden
  • weiche und übermobile Gelenke, Rückenprobleme
  • Psychische Veränderungen: Depressionen,
    Ängstlickeit, Panikattacken
  • MCS (multiple chemische Sensitivität)
  • CFS (chronisches Fatique-Syndrom)
  • Übergewicht aufgrund eingeschränkter
    Stoffwechselfunktionen
 
  • Infektanfälligkeit, schlechtes Immunsystem
  • Hautprobleme, Blässe
  • Blutarmut (Anämie)
  • fehlende Traumerinnerung
  • multiple Allergien (Nahrungsmittel, Allgemein)
  • Sonnenlichtempfindlichkeit
  • Haarausfall
  • Lern- und Verhaltensauffälligkeiten, „ADHS“
  • Co Infektionen mit Borreliose oder Epstein – Barr
  • Unfruchtbarkeit
  • Schilddrüsen- und Hormonstörungen / Hashimoto
  • Da Ärzte die Erkrankung meist nicht kennen, sind Betroffene oft jahrelang auf der Suche nach der Ursache ihrer Beschwerden. Sie werden oft nicht richtig ernst
    genommen und manchmal sogar als „Hypochonder“ abgestempelt. Das Umfeld zeigt oft wenig Verständnis, da ja nun „schon alles abgeklärt wurde“, was oft zu
    noch mehr Hilflosigkeit des Betroffenen führt. Gerade Borrelieninfektionen oder auch Vireninfektionen (z.B. Epstein Barr) gehen oft Hand-in-Hand mit HPU,
    da das Immunsystem des Körpers durch Zink- und Vitaminmangel nicht richtig funktioniert.
    Bei manchen HPU Patienten schlagen verschiedene Therapien z.B. gegen Borreliose nicht an, sondern verschlimmern die Situation oft. Auch Entgiftungen funktionieren
    nicht wie geplant.

     

    *KPU / HPU (Kauffmann/Kauffmann)

    *Stoffwechselstörung HPU (Ritter/Baumeister-Jesch)

    *Stoffwechselstörung KPU/KPU (Kauffmann/Hoffmann)

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